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MAX HARI

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Neuerscheinung der Monografie "Max Hari: Die Überarbeitungen und Werke 1994-2003" - Besprechung und Pressekritik 

Besprechung

Ältere und neuere Malerei von Max Hari ist Gegenstand des Buches "Max Hari: Die Überarbeitungen und Werke 1994-2003", das beim Stämpfli Verlag in Bern erschienen ist. Darin werden rund 100 Werke vorgestellt, die der Langenthaler Künstler in den vergangenen zehn Jahren geschaffen hat. Ausserdem gibt die Publikation erstmals einen Überblick über die "Überarbeitungen", in denen Max Hari Künstlern wie Ferdinand Hodler, Vincent van Gogh und Alberto Giacometti antwortet. Ein längeres Gespräch, das der bekannte Kunstkritiker Peter Killer mit Max Hari führte, steht im Zentrum des Buches und thematisiert die verschiedenen Aspekte von Max Haris Arbeit. Die sehr persönlichen Äusserungen umkreisen den langen Weg von den ersten Inspirationen, die auf den jungen Maler einwirkten, bis zum immer neuen Kampf um die Gestaltung der Eindrücke, denen sich der Künstler unablässig ausgesetzt sieht, und zeichnen das subtile Porträt eines Suchenden, der die Spannung zwischen äusserer und innerer Welt schöpferisch umzusetzen weiss.

Seit vielen Jahren setzt sich Max Hari mit den "Überarbeitungen" auseinander. Ausgehend von Bilddokumenten, die bekannte und für ihn wichtige Künstlerkollegen darstellen, entwickelte er eine Reihe von Bildern, die Aspekte aus dem Schaffen der Porträtierten mit ihrem Porträt verbinden. In zwei bestechenden Serien beschäftigte sich Max Hari ausserdem mit Tuschpinselzeichnungen und Aquarellen von Claude Lorrain und Paul Cézanne. Diese Auseinandersetzung stellt Lukas Gloor in seinem Aufsatz in einen grösseren kunsthistorischen Zusammenhang.

Die Autoren

Lukas Gloor ist Konservator der Stiftung Sammlung E.G. Bührle, Zürich. Er ist Kunsthistoriker und Verfasser verschiedener Publikationen, darunter die Künstlermonografie "Albert Welti, 1862-1919" und Ausstellungskataloge zu Arnold Böcklin und Ferdinand Hodler.

Peter Killer ist Kunstkritiker AICA. Er lehrte an den Hochschulen für Gestaltung in Bern und Zürich und leitete von 1983 bis 2001 das Kunstmuseum Olten. Killer gehört wie Max Hari zu den Mitbegründern des Kunsthauses Langenthal. Er hat unzählige Bücher veröffentlicht.


Pressekritik
 

Gesehen - Ringen um Bilder - Berner Zeitung, 17.12.03

Konrad Tobler

Er macht es sich nicht einfach. Und er will es denen nicht einfach machen, die sich auf seine Malerei einlassen: Max Hari, der 53-jährige Langenthaler Maler, dessen Weltoffenheit nicht im Gegensatz dazu steht, dass er sich in seine Gemälde ganz vertieft. Und die uneingeschränkte Einsamkeit als eine der Grundbedingungen für sein Schaffen ansieht.

Ein neuer Band - mit fundierten Texten von Lukas Gloor und Peter Killer - führt nun in die Welt Haris ein: Der reich illustrierte Band zeigt Haris Werke seit 1994, zeigt in seine teilweise in Übermalungen von Reproduktionen erfolgten Auseinandersetzungen mit Hodler und Van Gogh, präsentiert das beharrliche Weitertreiben der malerischen Bildräume.

Hier liegt ein Werk vor, welches das Erbe des Expressiven und letztlich Existenziellen nie verleugnet, umgekehrt aber immer auch von einer intensiven theoretischen Reflexion begleitet ist: Mit Max Hari über seine Bilder und über die Geschichte der Kunst zu sprechen ist in besonderem Ausmass fruchtbar. Das wird im ausführlichen Gespräch zwischen Hari und dem Hari-Freund und -kenner Peter Killer deutlich, das den reich bebilderten Werküberblick begleitet -und ergänzt.

Was Bild und Text zeigen: Bilder, wie Hari sie versteht und malt, fliegen nicht mir nichts dir nichts einfach zu. Sondern sind das Resultat von Zweifeln, sind das Produkt des Ringens um das richtige Bild. Und um die malerische Richtigkeit jedes Bildes.

Lukas Gloor/Peter Killer: Max Hari -Die Überarbeitungen und Werke 1994-2003. Stämpfli, 94 Seiten, 100 Farbabb. , 38 Franken.

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